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ab-ort-musik: Was soll´s?
Das Klo hat den Abort verdrängt, ab-ort-musik jedoch bewahrt das schöne alte Wort,
indem es ihm eine neue, aufregende Bedeutung verschafft.
ab-ort-musik bietet Musikinteressierten
Begegnungen mit Musikerinnen und Musikern abseits der bekannten Orte des Musikbetriebs.
Mit ab-ort-musik steht WienerInnen und Wien-BesucherInnen, die Überraschungen und Improvisationen
lieben und die KünstlerInnen in intimen Situationen kennen lernen wollen,
das feinste Geheimtippservice der Hauptstadt zur Verfügung. Für die MusikerInnen
(verschiedener Genres) bietet ab-ort-musik Freiräume jenseits aller Möglichkeiten des
Scheiterns. Denn das Projekt orientiert sich an einem Publikum, das das Abenteuer des
Experiments und der Spontaneität mehr schätzt als die von großen Bühnen erheischte Perfektion.
Das Angebot von ab-ort-musik gliedert sich in folgende Abteilungen:
LEPSCHI
Die Wienerische Botschaft “i geh auf lepschi” hat dank ab-ort-musik eine neue Bedeutung:
Ich bin in einem kleinen Beisl (einer Kneipe) abseits der Eventkultur, wo MusikerInnen in
einem wohnzimmerartigen Rahmen das tun, was sie sonst nicht tun. Sie nutzen die
Gelegenheit, neue Saiten aufzuziehen, Ungewohntes auszuprobieren oder Sessions mit
unüblichen Partnern zu wagen - ohne Angst vor den Folgen von Hoppalas. Das Publikum
wird um Spenden gebeten. Neben Beiseln können auch andere ungewöhnliche Orte zu
LEPSCHI-Schauplätzen werden. Wegen des beschränkten Platzangebots sind Reservierungen
für LEPSCHI empfohlen.
IL PRIMO PASSO
Während die Location LEPSCHI-Kriterien erfüllen muss, gilt für die MusikerInnen – egal ob
solo, in Gruppe, vokal oder instrumental – folgendes Kriterium: Sie sind talentiert bis genial,
bewiesen dieses aber bisher noch nie in öffentlichen Auftritten. Ob sie das Experiment
ab-ort-musik als „ersten Schritt“ in eine intendierte Künstlerlaufbahn sehen oder sich der
Veröffentlichung ihrer Musikalität weiter verweigern, ist ihre Angelegenheit. ab-ort-musik
freut sich über jeden Bewerber, jede Bewerberin für eine der nächsten IL PRIMO PASSO-Nächte.
BAUSTELA
In Bosnien, Kroatien oder Serbien hat sich für „Baustelle“ dieser aus dem Deutschen
entliehene Begriff eingebürgert. Unter dieser Rubrik scheinen Adressen und Termine auf, die
garantiert nicht in den Veranstaltungskalendern der Medien zu finden sind. Prominente oder
der breiten Öffentlichkeit noch verborgene MusikerInnen, die PartnerInnen von ab-ort-musik
sind, laden Interessierte zu Proben oder zu halböffentlichen Auftritten ein. Kommunikation ist
nicht ausgeschlossen. Die BAUSTELA-Reihe wendet sich an Musikbegeisterte, die nicht nur
das künstlerisch Fertige schätzen, sondern mindestens ebenso die Idee und den Prozess seiner
Realisierung. TeilnehmerInnen an Proben ersuchen wir, die Bedingungen der Probearbeit, die
die KünstlerInnen vorgeben, zu respektieren. Die Zahl der BesucherInnen ist stark limitiert.
Die Adresse wird erst nach der Reservierung über www.ab-ort-musik bekannt gegeben. Den
Ausdruck unseres Antwort-E-Mails bitte mitnehmen – er gilt als „Eintrittskarte“. Der Betrag,
der von den BucherInnen an der „Baustela“ verlangt wird, fließt den MusikerInnen zu.
ZIMMER FREI
ab-ort-musik begleitet das Comeback der Salonkultur, die neue Bereitschaft zu Tagen der
offenen Tür in Privatwohnungen, Werkstätten und Ateliers (oder an sonstigen Schauplätzen
privater Feten). Wie BAUSTELA bietet ZIMMER FREI Geheimtipps im engsten Sinn des
Wortes. Einer limitierten Anzahl von Interessierten verschafft ab-ort-musik die Integration in
einen privaten Zusammenhang. „Fremde“ können so die kulinarischen und musikalischen
Attraktionen eines Wohnungsfestes genießen, als ob sie seit jeher auf der Gästeliste stünden.
Den Wegweiser zum „Salon“ gewinnt man durch Terminreservierung über diese Homepage – wie bei BAUSTELA.
GUERILLA GIG
Der Begriff – und die dahinter stehende Praxis – ist in England erfunden worden, wo Bands
aus zwei Gründen dazu übergingen, flash mob-ähnliche Auftritte im öffentlichen Raum über
SMS oder E-Mail zu bewerben: Erstens litten sie am Mangel an nichtkommerzieller
Infrastruktur für Bands, besonders an Auftrittsmöglichkeiten. Zweitens benützten sie den Gig,
um die freie Benützbarkeit des öffentlichen Raums zu reklamieren (als Teil der reclaim the
streets-Bewegung). Bei aller Gemütlichkeit verfolgt die Wiener GG-Variante die gleiche
Zielsetzung, denn auch hier ist der öffentliche Raum bedroht. Waren die Londoner Proto-
GG´s rein jugendkulturelle Events, will ab-ort-musik Sound jedes Genres auf die Plätze und
Straßen der Stadt bringen – Hauptsach´, unangemeldet ist der Gig!
KOMPLIMENT
Unter diesem Titel KOMPLIMENT - als letzte Kategorie des ab-ort-musik-Kalenders -
erlauben wir uns auf Ereignisse aufmerksam zu machen, die uns eindeutig empfehlenswerter
erscheinen als es die mangelnde mediale Beachtung suggeriert.
ab-ort-musik ist ein Kunstprojekt im Non-Profit-Bereich.
Falls ein Beitrag verlangt oder eine Musikspende erbeten wird, wird ein kleiner Teil der Einnahmen einbehalten,
um die administrativen Kosten zu decken (Website, Telefon, Flyer,...).
ab-ort-musik sind: Aurelia Wusch & Robert Sommer.
Tel +43 (1) 587 87 90 DW. 11 oder 14 buero@ab-ort-musik.at
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